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- DiSG®-Grundlagen
Das DiSG®-Modell: Stile, Profile und Nutzen im Überblick
Was DiSG® ist, warum Unternehmen damit arbeiten und wie Sie mit einem Profil die Zusammenarbeit im Alltag verbessern.
Das DiSG®-Modell beschreibt mit zwei Fragen, wie Menschen bei der Arbeit vorgehen: eher schnell oder eher bedacht, eher auf die Sache oder eher auf die Menschen ausgerichtet. Daraus entstehen vier Stile, die ein Team in wenigen Minuten versteht.
- Verstehen Woran Sie die vier Stile erkennen, bei sich und bei anderen.
- Anwenden Wie Sie sich im Gespräch auf Ihr Gegenüber einstellen, auch ohne dessen Profil.
- Wirkung Was sich im Unternehmen ändert: weniger Reibung in Zusammenarbeit, Führung und Verkauf, weil Unterschiede benannt und nicht persönlich genommen werden.
Meist taucht der Begriff nebenbei auf. Ein Trainer schlägt DiSG® für den nächsten Teamworkshop vor, oder eine neue Führungskraft kennt es aus ihrem früheren Unternehmen. Dann landet die Frage in der Personalabteilung: Was ist das, und passt es zu uns? Ob es passt, entscheidet weniger das Modell als Ihr Vorhaben.
Wir von disgprofil.eu arbeiten seit über 30 Jahren mit dem Modell und setzen dafür Everything DiSG® ein, das Original von Wiley in seiner neuesten Generation. Dahinter steht eine Überzeugung aus der Praxis: Wir kennen kein Verfahren, das die einzelne Person so genau erfasst und das Ergebnis zugleich so anwendbar macht. Drei Dinge sorgen dafür.
Der Bericht beschreibt diese eine Person. Der Fragebogen passt sich beim Ausfüllen an die Antworten an, deshalb sind Inhalt und Sprache fast jeder Seite auf diese eine Person zugeschnitten. Im Bericht steht, wie man mit dem eigenen Stil auf einen dominanten Kollegen zugeht, statt einer allgemeinen Umgangsregel. Das Ergebnis erklärt sich selbst. Niemand wartet darauf, dass ein Experte das Profil übersetzt, und genau deshalb wird damit auch gearbeitet. Die Messung ist belegt. Everything DiSG® ist das einzige DiSG®-Verfahren mit adaptivem Fragebogen, und die Kennwerte liegen offen.
So gehen Teilnehmende mit etwas aus dem Workshop, das sie am nächsten Tag anwenden können. Und Sie entscheiden, wie tief Sie gehen: Am Vormittag macht ein Workshop ein Team handlungsfähig, Monate später trägt dasselbe Profil ein Coaching darüber, was jemanden antreibt und wie er arbeiten will. Niemand füllt dafür ein zweites Mal einen Fragebogen aus. Was hinter den drei Punkten steckt, steht weiter unten.
Dieser Überblick zeigt zuerst, was das Modell im Arbeitsalltag bewirkt und wie einfach es anzuwenden ist. Danach folgen der Ablauf, die Wahl des passenden Profils und, für alle, die es genau wissen wollen, Herkunft und Messqualität.
Kapitel 1 von 15Das Modell
Was beschreibt das DiSG®-Modell?
Kurz gesagt beschreibt das DiSG®-Modell mit zwei Fragen, wie Menschen im Arbeitsalltag vorgehen. Ein Beispiel zeigt, wie unterschiedlich das aussehen kann: Ein Projektleiter schreibt seinem neuen Kollegen drei Zeilen. Ziel, Termin, du übernimmst. Für ihn ist das ein Vertrauensbeweis. Der Kollege liest die Nachricht dreimal, sucht den Ablauf, den Ansprechpartner und den Grund für die Eile und fragt sich, ob er etwas falsch gemacht hat. Keiner von beiden hat einen Fehler gemacht. Sie gehen verschieden an die Arbeit heran.
Genau solche Unterschiede macht das Modell sichtbar. Die erste Frage lautet: Wie schnell handelt und entscheidet jemand, und worauf achtet er zuerst, auf Aufgaben oder auf Menschen? Daraus entstehen vier Grundstile, oft auch DiSG®-Typen genannt, die sich als Kreis darstellen lassen. Schnell und aufgabenorientiert ist der D-Stil (dominant), schnell und menschenorientiert der i-Stil (initiativ). Bedacht und menschenorientiert ist der S-Stil (stetig), bedacht und aufgabenorientiert der G-Stil (gewissenhaft).
Der Projektleiter handelt schnell und aufgabenorientiert, sein Kollege eher bedacht. Wer das weiß, schreibt dieselbe Nachricht mit zwei Sätzen mehr: warum es eilt, und wen der Kollege fragen kann. Das kostet eine Minute und nimmt ihm die Unsicherheit.
Jeder Mensch zeigt alle vier Stile, nur verschieden stark. Das Modell beschreibt Verhaltenstendenzen, keine festen Charaktereigenschaften, und kein Stil ist besser als ein anderer.
Dass gerade diese Ebene wirkt, ist gut belegt: Rückmeldung zu Aufgabe und Verhalten verbessert die Leistung zuverlässig, Rückmeldung zur Person kann sie verschlechtern (Metaanalyse von Kluger und DeNisi, 1996). Über Verhalten lässt sich sprechen, ohne jemanden als Person zu bewerten.
Verhalten entsteht nie nur aus dem Stil. Lebenserfahrung, Ausbildung, Rolle und die Situation prägen mit, wie jemand im Arbeitsalltag auftritt. Das Profil beschreibt die Neigung, nicht das ganze Verhalten — und genau deshalb lässt sich damit arbeiten, statt jemanden festzulegen.
Warum das DiSG®-Modell so schnell trägt
Der eigentliche Vorteil dieses Modells ist seine Verständlichkeit. Zwei Fragen, vier Stile, ein Kreis: Das sitzt nach wenigen Minuten, ohne Vorkenntnisse und ohne Fachsprache. Genau deshalb wird damit auch gearbeitet. Teilnehmende erkennen ihr eigenes Verhalten sofort wieder, und im Bericht steht zu jedem anderen Stil, was im Gespräch mit ihm hilft. Im nächsten Meeting oder Kundengespräch lässt sich das anwenden, ohne Umweg über eine Schulung.
Wie tief Sie einsteigen, entscheiden Sie selbst. Ein Team wird in einem halben Workshop-Tag handlungsfähig, eine Führungskraft arbeitet im Coaching über Monate mit demselben Profil, und beides beruht auf einer einzigen Messung. Wie das Modell im Einzelnen aufgebaut ist, zeigt die Seite Wie funktioniert DiSG®?
Ein Hinweis für die Suche: Wenn Sie heute DiSG® anfragen, bekommen Sie unter demselben Namen Fragebogen aus drei Generationen angeboten, von der Auswertung per Hand bis zum adaptiven Verfahren. Der Unterschied zeigt sich erst im Bericht. Woran Sie erkennen, welches Verfahren Ihnen jemand verkauft, steht weiter unten im Kapitel Woran erkennen Sie, welches DiSG® Sie bekommen?
Kapitel 2 von 15Die vier Stile
Woran erkennen Sie die vier DiSG®-Stile im Arbeitsalltag?
Daran, was einem Menschen zuerst wichtig ist und was ihn unter Druck setzt. Die Übersicht zeigt das Grundgerüst:
Tippen Sie auf ein Feld im Kreis, um den Stil kennenzulernen.
DDominant schnell und aufgabenorientiert
- Priorität
- Ergebnisse, Kontrolle
- Typische Stärke
- Entscheidungsfreude, Tempo
- Unter Stress
- ungeduldig, fordernd
Sie erkennen ihn daran, dass er im Meeting zuerst nach dem Ergebnis fragt und Zwischenschritte überspringt. Der dominante Stil übernimmt gern Verantwortung, entscheidet schnell und misst sich an Ergebnissen. Im Gespräch hilft es, direkt auf den Punkt zu kommen und Optionen statt fertiger Vorgaben anzubieten. Zum Porträt des D-Typs
iInitiativ schnell und menschenorientiert
- Priorität
- Begeisterung, Kontakt
- Typische Stärke
- Menschen gewinnen, Energie
- Unter Stress
- sprunghaft, unstrukturiert
Sie erkennen ihn daran, dass er Ideen sofort ausspricht und den Raum mitnimmt, bevor die Einzelheiten geklärt sind. Der initiative Stil denkt laut, begeistert andere und knüpft leicht Kontakte. Er braucht Raum für Austausch und Anerkennung. Wer ihn mit Detaillisten und starren Abläufen allein lässt, nimmt ihm die Energie. Zum Porträt des i-Typs
SStetig bedacht und menschenorientiert
- Priorität
- Verlässlichkeit, Harmonie
- Typische Stärke
- Teamzusammenhalt, Geduld
- Unter Stress
- konfliktscheu, zögerlich
Sie erkennen ihn daran, dass er zuhört, bevor er etwas sagt, und bei Neuerungen nach dem Warum fragt. Der stetige Stil hält Teams zusammen, hört zu und liefert verlässlich. Veränderungen brauchen bei ihm Vorlauf und eine Begründung. Dann trägt er sie mit. Zum Porträt des S-Typs
GGewissenhaft bedacht und aufgabenorientiert
- Priorität
- Qualität, Genauigkeit
- Typische Stärke
- Präzision, Analyse
- Unter Stress
- überkritisch, distanziert
Sie erkennen ihn daran, dass er nach Zahlen, Quellen und Ausnahmen fragt, wenn andere schon entschieden haben. Der gewissenhafte Stil arbeitet genau, prüft Fakten und stellt hohe Ansprüche an sich und andere. Ihn überzeugen Daten und Logik mehr als Begeisterung. Zum Porträt des G-Typs
Einen Überblick mit Tipps für Führung und Gespräch gibt die Seite Die vier DiSG®-Typen einfach erklärt. Jeden Stil im Einzelnen beschreiben die Porträts zum D-Typ, i-Typ, S-Typ und G-Typ.
Kapitel 3 von 15Im Alltag
Wie arbeiten Sie im Alltag mit dem Profil?
Ein Bericht allein verändert nichts. Er wird gelesen, genickt, abgeheftet. Wirkung entsteht in dem Moment, in dem jemand ihn auf eine konkrete Person oder eine konkrete Situation anwendet. Wie das aussieht, hängt davon ab, in welcher Rolle Sie damit arbeiten.
Als Teilnehmerin oder Teilnehmer: das eigene Profil lesen
Lesen Sie die ersten Seiten mit einem Stift. Markieren Sie, was zutrifft, was nicht zutrifft und wo Sie unsicher sind. Die Frage dabei lautet nicht „Stimmt das?“, sondern „Fühle ich mich hier gesehen?“. Danach kommt der Teil, der den Unterschied macht: Die Zusammenfassung am Ende nennt drei Strategien für Ihre Zusammenarbeit. Keine dreißig Diagramme, sondern drei Sätze, mit denen Sie morgen anfangen können. Wollen Sie das mit einer Kollegin oder einem Kollegen vertiefen, legt der Vergleichsbericht später beide Profile nebeneinander.
Als Führungskraft: ein Gespräch vorbereiten
Nehmen Sie eine Person, mit der die Zusammenarbeit anstrengend ist. Der Bericht zeigt für jeden Stil, was diesen Menschen antreibt, worauf er zuerst achtet und was ihn unter Druck setzt. Daraus wählen Sie für das nächste Gespräch zwei, drei Dinge, die Sie anders machen: früher auf den Punkt kommen, Bedenkzeit einräumen, das Ziel vor dem Weg nennen. Wer zwei Profile nebeneinanderlegen will, nutzt den Vergleichsbericht; er zeigt beide Personen auf denselben Skalen. Daraus sammeln beide, was im Umgang miteinander hilft, gemeinsam oder in einem Zweier-Coaching. Was das für die Führungsarbeit bedeutet, vertieft die Seite Führung mit DiSG®.
Warum gerade dieser Schritt wirkt, fasst Karl so zusammen:
„Menschen ändern sich nicht, weil sie ein Profil lesen. Sie ändern sich, wenn sie verstehen, wie einfach man im Umgang mit anderen Personen erfolgreicher sein kann — genau das macht Everything DiSG sichtbar.“
Als Trainerin oder Trainer: Trainings, Workshops und die eigenen Programme aufwerten
DiSG® trägt weit über das Auswertungsgespräch hinaus. Trainerinnen, Coaches und Berater bauen es in Führungstrainings, Kommunikations- und Vertriebsseminare, Konfliktformate und Teamworkshops ein. Es gibt den eigenen Inhalten eine gemeinsame Grundlage, die Teilnehmende in wenigen Minuten verstehen, und hebt sie auf das Niveau eines Profils, mit dem weltweit über 45 Millionen Menschen gearbeitet haben: adaptiver Fragebogen, offen dokumentierte Forschung und ein Bericht für jede einzelne Person. Die Kunden bekommen ein anerkanntes Werkzeug, und die Zusammenarbeit geht nach dem Seminar weiter, mit Vergleichsberichten, Teamansichten und Folgeterminen. Wie Trainerinnen und Trainer selbst mit den Originalprofilen arbeiten, zeigt die Seite DiSG® Zertifizierung.
Das Auswertungsgespräch bleibt dabei das Herzstück. Rechnen Sie mit 50 bis 90 Minuten. Eröffnen Sie mit den Grundsätzen, auf denen die Arbeit beruht (sie stehen weiter unten): Das nimmt der Runde die Sorge, hier werde sortiert. Bewährt hat sich dieser Ablauf: Ziele in der Funktion klären, kurz nachfragen, wie das Ausfüllen war, das Modell in zwei Achsen erklären und das Selbstbild schätzen lassen, bevor der Bericht aufgeschlagen wird. Dann der Abgleich mit Markierungen, danach eine konkrete Person aus dem Arbeitsumfeld wählen und deren Stil einordnen. Zum Schluss die drei Strategien und eine Zusammenfassung, die der Kunde selbst spricht: Was war wichtig, was ist offen? Danach arbeitet die Person mit ihren drei Strategien weiter, und wenn es mit einem bestimmten Menschen hakt, steht der Vergleichsbericht bereit. Der Ergänzungsbericht für Moderatoren fasst das für die Workshop-Leitung auf drei Seiten zusammen.
Als Personalentwicklung: aus Profilen ein Programm machen
Einzelne Profile verpuffen, eine Abfolge nicht. Der übliche Weg: Einladung und Fragebogen, dann je Person ein Auswertungsgespräch, danach der Workshop mit dem Team, in dem die Stile nebeneinander liegen. Die Teamansicht zeigt, wie die Gruppe verteilt ist und welche Sichtweise fehlt. Danach zählt, was im Alltag davon bleibt: Vereinbarungen, die sich überprüfen lassen, und in den Besprechungen, die ohnehin stattfinden, eine kurze Frage dazu. Wie ein Team-Workshop abläuft und was danach kommt, beschreibt der Beitrag zur Teamentwicklung mit DiSG®.
Als Organisation: eine gemeinsame Sprache aufbauen
Der größte Effekt entsteht, wenn genug Menschen dieselben Begriffe kennen. Dann sagt jemand „das ist mir zu schnell“ statt „du hörst nie zu“, und das Gespräch geht weiter, statt zu kippen. Bosch Thermotechnik hat Everything DiSG® genau dafür eingesetzt: eine gemeinsame Sprache für den Vertrieb in vielen Ländern, einheitlich und strukturiert und trotzdem auf jeden Kunden einzeln eingestellt. Weltweit entstand daraus ein einheitliches Niveau mit hohem Umsetzungsgrad. Für den Anfang reicht ein Bereich, in dem die Zusammenarbeit gerade wichtig ist.
Auch ohne Bericht: das Gegenüber lesen
Was nach einem Workshop am längsten bleibt, ist eine Fähigkeit: andere Menschen an ihrem Verhalten grob einzuordnen, auch wenn sie nie ein Profil ausgefüllt haben. Zwei Fragen genügen dafür. Handelt mein Gegenüber eher schnell oder eher bedacht, und achtet es zuerst auf die Sache oder auf die Menschen? Wer das im Kopf hat, sagt dieselbe Botschaft in der Form, die beim anderen ankommt: dem einen das Ziel, der anderen den Ablauf, dem Dritten die Begründung. Am meisten zählt das unter Druck. Wenn es eng wird und man sonst aus Gewohnheit reagiert, bleibt der Gedanke, dass der andere gerade etwas anderes braucht als man selbst.
Die Grenze gehört dazu: So erkennt man eine Richtung, keinen ganzen Menschen. Der Bericht enthält dafür eine Übersicht über alle Stile, zum Nachschlagen vor einem wichtigen Gespräch. Welche dieser Rollen bei Ihnen zuerst ansetzt, klären wir gern im kostenlosen Info-Gespräch.
Kapitel 4 von 15In der Organisation
Was verändert DiSG® in einer Organisation?
Die größte Wirkung entsteht nach dem Workshop, wenn genug Menschen dieselbe Sprache sprechen. Weil das Modell in wenigen Minuten verstanden ist, wenden es nicht nur Fachleute an, sondern alle, die es kennengelernt haben. Und wenn genug Menschen dieselbe Sprache sprechen, ändert sich der Umgang im Haus: Unterschiede werden besprechbar, Konflikte kommen früher auf den Tisch, und Verschiedenheit wird genutzt, statt nur ausgehalten zu werden.
- Besprechungen. Die Schnellen entscheiden, die Bedachten schweigen und setzen danach nur halb um. Wer die Stile kennt, holt die Einwände vorher ab, und Entscheidungen halten.
- Schnittstellen. Der Vertrieb hält die Produktion für langsam, die Produktion den Vertrieb für rücksichtslos. Mit einer gemeinsamen Sprache wird daraus Tempo gegen Sorgfalt, kein böser Wille.
- Veränderung. Eine Ankündigung für alle kommt bei der Hälfte nicht an. Dieselbe Nachricht mit Ziel, Sinn, Ablauf und Begründung erreicht alle vier Stile.
- Onboarding. Neue Kollegin und Führungskraft legen ab der ersten Woche ihre Profile nebeneinander. Erwartungen werden am ersten Tag geklärt, nicht im sechsten Monat.
Weil die Profile im Haus bleiben, überlebt diese Sprache, wenn Menschen wechseln. Wie eine Einführung aussieht, die im Alltag trägt, zeigt die Seite DiSG® im Unternehmen einführen.
Die vier Einsatzfelder
Die meisten Unternehmen beginnen in einem von vier Feldern.
Führung. Führungskräfte sehen, wie ihr Verhalten auf verschiedene Mitarbeitende wirkt, und passen Gespräche, Delegation und Feedback daran an. Mehr dazu auf der Seite Führung mit DiSG®.
Zusammenarbeit im Team. Jede Person bekommt ihren eigenen Bericht mit Feedback, wie ihr Stil auf andere wirken kann. Die Teamansicht zeigt alle Profile eines Teams auf einen Blick. Für zwei Menschen, zwischen denen es hakt, gibt es einen Vergleichsbericht, der beide Profile nebeneinanderlegt. Konflikte verlieren so an persönlicher Schärfe, weil Unterschiede im Stil besprechbar werden. Wie das in einem Team aussieht, zeigt der Beitrag Warum selbst gute Teams aneinander vorbeireden. Wie ein Team-Workshop abläuft, beschreibt der Beitrag DiSG® für Teams.
Vertrieb. Vertriebsteams lernen, den Stil ihres Gegenübers in den ersten Gesprächsminuten zu erkennen. Ein dominanter Einkäufer will Ergebnisse und Tempo, ein gewissenhafter will Daten und Zeit zur Prüfung. Wer das bedient, spricht die Sprache seines Gegenübers. Wie das im Verkaufsgespräch aussieht, zeigt der Beitrag DiSG® im Vertrieb.
Personalentscheidungen. Vor einer Ausschreibung hilft DiSG®, die Anforderungen zu klären, etwa wenn eine Führungskraft prüft, was in ihrem Team regelmäßig liegen bleibt. Im Onboarding besprechen Führungskraft und neue Kollegin mit einem Vergleichsbericht, wie sie gut zusammenarbeiten. Die Eignungsentscheidung selbst trägt DiSG® nicht. Dafür gibt es PXT Select®, ein eignungsdiagnostisches Verfahren von Wiley. Mehr dazu auf der Seite DiSG® in der Personalauswahl.
Kapitel 5 von 15Das Original
Warum wählen Unternehmen dafür das Original?
Weil ein Profil zwei Dinge leisten muss: Die Beschreibung muss treffen, und die Menschen müssen sofort damit arbeiten können. Liegt der Bericht schon bei der ersten Person daneben, verliert das ganze Vorhaben an Glaubwürdigkeit. Versteht ihn niemand, bleibt er liegen. Everything DiSG® unterscheidet sich in fünf Punkten von anderen DiSG®-Fragebögen:
- In Minuten verstanden, am selben Tag angewendet. Der Bericht ist in Alltagssprache geschrieben und endet nicht bei der Selbstbeschreibung: Zu jedem anderen Stil stehen konkrete Strategien für Gespräch, Zusammenarbeit und Konflikt darin. Deshalb braucht es keine lange Einführung, bevor ein Team damit arbeitet. Worin sich ältere DiSG®-Fassungen unterscheiden, zeigt der Beitrag Klassisches DiSG® oder Everything DiSG®?
- Das einzige DiSG®-Profil mit adaptivem Fragebogen. Wo Antworten unklar sind, stellt der Fragebogen gezielt Zusatzfragen, bis das Bild eindeutig ist. Wie das funktioniert, zeigt der Beitrag Wie läuft ein DiSG®-Test ab?
- Offengelegte Forschung. Validität und Zuverlässigkeit sind in einem frei zugänglichen Forschungsbericht belegt. Die Kennwerte stehen weiter unten, die ganze Studienlage auf der Seite Wissenschaft hinter DiSG®.
- Ein persönliches Profil statt eines Typs. Der Punkt im Kreis zeigt Stil und Ausprägung, die Schattierung persönliche Prioritäten, auch untypische. Alle zwölf Stile erklärt der Beitrag Mischtypen im DiSG®-Modell.
- Wählbare Tiefe aus einer Messung. Ein Profil mit Auswertungsgespräch, ein Team-Workshop oder eine Begleitung über Jahre: Der Einstieg bleibt derselbe, und niemand füllt für den nächsten Anlass einen neuen Fragebogen aus.
Wo würde DiSG® bei Ihnen zuerst wirken?
Schildern Sie im kostenlosen Info-Gespräch, wo es in Ihrer Zusammenarbeit hakt: in Besprechungen, zwischen zwei Bereichen oder im Kundengespräch. Wir schlagen den passenden Weg vor, vom Workshop für ein erstes Team bis zur Einführung im ganzen Haus.
Kostenloses Info-Gespräch vereinbarenIhr Everything DiSG® Partner im DACH-Raum
Kapitel 6 von 15Vom Fragebogen zum Bericht
Wie funktioniert ein Everything DiSG®-Test?
In vier Schritten. Der Fragebogen selbst dauert 10 bis 15 Minuten:
- Zugang erhalten Jede Person bekommt einen persönlichen Link zum Online-Fragebogen. Sie füllt ihn aus, wann und wo sie will, auf Deutsch oder in einer von über 20 Sprachen, jede mit eigener Vergleichsgruppe.
- Fragebogen ausfüllen Das dauert 10 bis 15 Minuten. Der Fragebogen passt die nächsten Fragen an die bisherigen Antworten an und fragt dort nach, wo das Bild noch unscharf ist.
- Bericht erhalten Der Bericht beschreibt diese eine Person: ihren Punkt im Kreis, ihre Prioritäten, was sie antreibt und was sie unter Stress setzt, dazu Strategien für die Zusammenarbeit.
- Ergebnis besprechen Im Auswertungsgespräch, im Workshop oder im Coaching wird aus dem Bericht ein Plan für den Alltag. Hier entsteht der eigentliche Nutzen.
-
Klaus, die Beispielperson im Musterprofil, sieht seinen Punkt. Die Lage zeigt seinen Stil, der Abstand zur Mitte, wie deutlich er ausgeprägt ist.
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Das Profil beschreibt, was der Punkt für Klaus bedeutet. Er markiert, was stimmt, was nicht und wo er unsicher ist.
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Die Schattierung zeigt Klaus' persönliche Prioritäten, auch eine untypische. Dazu kommen seine Motivatoren und Stressfaktoren.
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Für jeden Stil beschreibt das Profil, was diese Menschen antreibt und wo es zwischen ihnen und Klaus reibt.
-
Für jeden Stil gibt es Strategien für den täglichen Umgang, für Probleme und für Konflikte. Am Ende stehen drei persönliche Strategien.
Karl Kaiblinger, DiSG® Mastertrainer Europe und seit über 30 Jahren Trainer, verbindet den Bericht meist mit einer Selbsteinschätzung. Die Teilnehmenden überlegen zuerst auf einfache, spielerische Art, wo sie sich selbst im Kreis sehen. Dann bekommen sie ihr Profil und legen ihren Punkt daneben. Für die meisten ist der Vergleich überraschend, und hier beginnt das Gespräch über Schwerpunkte, Unterschiede und die Frage, was daraus im Alltag folgt.
Was bei Ablauf und Auswertung im Einzelnen passiert, beschreibt der Beitrag Ablauf und Auswertung eines DiSG®-Profils.
Kapitel 7 von 15Profilwahl
Welches Everything DiSG®-Profil passt zu welchem Vorhaben?
Das hängt davon ab, was sich ändern soll. Alle Profile beruhen auf demselben Modell, jedes ist auf eine Situation zugeschnitten:
- Workplace für alle Mitarbeitenden: eine gemeinsame Sprache für die tägliche Zusammenarbeit.
- Management für Führungskräfte: delegieren, motivieren und Feedback geben, passend zum Gegenüber.
- Work of Leaders für Führungskräfte: der eigene Führungsstil entlang von Vision, Einklang und Umsetzung.
- 363 for Leaders für Führungskräfte, die Rückmeldung aus ihrem Umfeld wollen: ein 360-Grad-Feedback auf Grundlage von DiSG®.
- Sales für Vertriebsteams: Kundenstile erkennen und das Gespräch darauf einstellen.
- Productive Conflict für Teams mit Reibung: festgefahrene Konfliktmuster erkennen und besprechen.
- Agile EQ für Umfelder mit viel Wandel: beweglich auf Menschen und Lagen reagieren.
Karl beginnt die Auswahl mit einer Frage an das Unternehmen: Was soll in sechs Monaten anders sein? Danach richtet sich, welches Profil dorthin führt, meist sind es ein oder zwei. Den ausführlichen Überblick gibt die Seite Die DiSG®-Profile. Eine Auswahlhilfe nach Ziel bietet der Beitrag Welches Everything DiSG®-Profil passt zu meinem Ziel?
Kapitel 8 von 15Voraussetzungen
Was brauchen Sie, um mit DiSG® zu arbeiten?
Von den Teilnehmenden nichts außer zehn bis fünfzehn Minuten für den Fragebogen. Auch wer mit den Ergebnissen im Team arbeitet, braucht kein Psychologiestudium. Das Modell ist in zwanzig Minuten erklärt, und die Berichte sind so geschrieben, dass sie ohne Übersetzung verständlich sind. Was es braucht, ist jemand, der das Gespräch führt und die Ergebnisse nicht als Urteil stehen lässt.
Und was braucht das Unternehmen?
Das hängt davon ab, wie oft Sie es einsetzen wollen. Für ein einzelnes Team oder einen Führungskreis genügt ein Workshop mit einem zertifizierten Trainer, zum Beispiel ein halber Tag. Jede Person füllt vorab den Fragebogen aus und bringt ihren Bericht mit. Der Aufwand für die Beteiligten bleibt damit überschaubar. Wer mehrere Bereiche erreichen will, plant eine schrittweise Einführung und beginnt oft bei den Führungskräften. Den Weg im Einzelnen beschreibt die Seite DiSG® im Unternehmen einführen.
Wer DiSG® dauerhaft selbst einsetzen will, lässt eigene Fachleute zertifizieren. Ab etwa zehn Profilen empfehlen wir diesen Weg. Die Zertifizierten erhalten Zugang zu EPIC, der Online-Plattform von Wiley, über die Profile verschickt und verwaltet werden. Sie führen Workshops selbst, und das EPIC-Konto mit allen Profilen liegt bei Ihrem Unternehmen. Inhalte, Termine und Kosten finden Sie auf der Seite DiSG®-Zertifizierung. Was Profile, Workshops und Zertifizierung kosten, zeigt der Beitrag Was kostet DiSG®?
Diesen Weg müssen Sie nicht allein finden. Womit Sie anfangen, wer zuerst dabei ist, wie Sie es im Haus ankündigen und was Sie den Beteiligten vorher sagen: Genau diese Fragen klären wir mit Ihnen, bevor das erste Profil verschickt wird. Unser Team begleitet Sie von der ersten Planung bis zum Folgetermin, und wenn für Ihr Ziel ein anderes Vorgehen besser ist, sagen wir Ihnen das auch.
Der Aufwand bleibt dabei überschaubar: fünfzehn Minuten je Person für den Fragebogen, ein halber Tag für den Workshop. Dem steht die Zeit gegenüber, die heute in Reibung geht — in Besprechungen, die zweimal geführt werden, in Übergaben, die hängen bleiben, in Gesprächen, die aneinander vorbeilaufen. Wer dort etwas verbessert, merkt es an der Zusammenarbeit, bevor es in einer Auswertung steht.
Kapitel 9 von 15Grenzen
Wann passt DiSG® zu Ihrem Unternehmen, und wann nicht?
DiSG® passt, wenn sich in der Zusammenarbeit etwas Bestimmtes ändern soll und die Beteiligten bereit sind, über ihr eigenes Verhalten zu sprechen. Genutzt wird es von HR-Verantwortlichen, die eine gemeinsame Sprache im Unternehmen verankern, von Führungskräften und ihren Teams sowie von Trainerinnen, Coaches und Beratern. Vorkenntnisse braucht niemand. Wie eine Einführung aussieht, die im Alltag trägt, zeigt die Seite DiSG® im Unternehmen einführen.
Es passt nicht, wenn Sie eine Diagnose oder ein Urteil über Eignung suchen. DiSG® ist kein klinisches Verfahren. DiSG® beschreibt Verhaltensweisen in wertfreier Sprache und stuft niemanden als geeignet oder ungeeignet ein. Wer Menschen auf einen Buchstaben reduziert („der kann das nicht, der ist ein S“), nutzt das Modell gegen seinen Zweck. Und wo ein Team an unklaren Zielen oder fehlenden Mitteln scheitert, hilft kein Profil.
Die fünf Grundsätze der Arbeit mit DiSG®
- Alle DiSG®-Stile sind gleich wertvoll, und jeder Mensch trägt alle vier in sich.
- Der eigene Arbeitsstil wird auch von anderem geprägt: von Lebenserfahrung, Ausbildung und Reife.
- Sich selbst besser zu verstehen, ist der erste Schritt zu besserer Zusammenarbeit.
- Wer die Stile anderer kennt, versteht deren Prioritäten und sieht, worin sie sich von den eigenen unterscheiden.
- Mit DiSG® bauen Sie tragfähigere Arbeitsbeziehungen auf und verbessern damit die Zusammenarbeit im ganzen Haus.
Diese Grundsätze stehen am Anfang jedes Workshops. Zu jedem Everything DiSG®-Profil gehört ein eigener Satz davon; hier steht der für Everything DiSG® Workplace. Welche Einwände gegen das Modell berechtigt sind und welche nicht, prüft der Beitrag Kritik am DiSG®-Modell, seriös beantwortet.
Wo es passt, ist der Weg dafür kurz. Das Modell versteht ein Team in wenigen Minuten, der Bericht erklärt sich selbst, und schon ein halber Workshop-Tag macht ein Team handlungsfähig.
Kapitel 10 von 15Vertiefung · Verhaltensebene
Die folgenden Kapitel sind für alle, die es genau wissen wollen: was ein Profil misst, wie die zwölf Stile entstehen, woran Sie das Original erkennen, woher das Modell kommt und wie verlässlich es ist.
Was zeigt ein DiSG®-Profil, und was zeigt es nicht?
DiSG® ist ein Verhaltensprofil. Es beschreibt, wie jemand im Arbeitsalltag vorgeht: eher bestimmt oder eher abwartend, eher zugewandt oder eher sachlich. Was hinter diesem Verhalten liegt, also Motive, Werte und Prägungen, beschreibt es nicht.
Die Persönlichkeitsforschung arbeitet auf mehreren Ebenen. Eigenschaftsverfahren erfassen breite Merkmale über alle Lebensbereiche hinweg. Motivverfahren fragen nach den Beweggründen. Biografische Verfahren arbeiten mit der eigenen Geschichte. Jede dieser Ebenen hat ihren Ort, meist im Einzelgespräch mit ausgebildeter Begleitung, und jede braucht Zeit und Deutung.
Im Unternehmen zählt eine andere Ebene. Verhalten ist das, was Kolleginnen und Kollegen aneinander wahrnehmen. Darüber können sie sprechen, ohne den anderen als Person zu bewerten, und daran kann jeder am nächsten Tag etwas ändern. Warum das wirkt, zeigt die Feedbackforschung im ersten Kapitel.
Warum Everything DiSG® auf dieser Ebene genauer wird
Everything DiSG® ist für diese Ebene gebaut, und zwar konsequenter als die meisten Verfahren. Der Fragebogen passt sich an: Wo die Antworten einer Person eindeutig sind, ist er nach wenigen Minuten fertig. Wo sie es nicht sind, fragt er weiter, bis das Bild steht. Genau bei diesen Menschen, an denen einfache Tests scheitern, steigt die Verlässlichkeit dadurch von 0,62 auf 0,77, gemessen auf einer Skala bis 1.
Der Bericht bleibt danach nicht bei der Beschreibung stehen. Er zeigt jeder Person, wie ihr Verhalten auf andere wirkt, woran sie die Tendenzen ihres Gegenübers erkennt und was sie im nächsten Gespräch anders machen kann. Aus Verstehen wird Handeln, ohne dass jemand im Raum Psychologie studiert haben muss. Welche Einwände gegen das Modell berechtigt sind und welche nicht, behandelt der Beitrag Kritik am DiSG®-Modell.
Kapitel 11 von 15Vertiefung · Mischformen
Warum passt kaum jemand in einen einzigen Stil?
Weil die meisten Profile zwischen zwei Grundstilen liegen. Everything DiSG® unterscheidet deshalb zwölf Stile: die vier Grundstile D, i, S und G und acht Mischformen, nämlich Di und iD, iS und Si, SG und GS, GD und DG. Die Reihenfolge der Buchstaben zeigt den Schwerpunkt. Ein Di-Stil liegt zwischen D und i und ist stärker dominant, ein iD-Stil umgekehrt.
Im Bericht erscheint das als Punkt im Kreis. Die Lage zeigt die Richtung des Stils, der Abstand zur Mitte seine Stärke. Ein Punkt nahe am Rand steht für deutlich sichtbare Vorlieben, ein Punkt nahe der Mitte für Verhalten, das stärker mit der Situation wechselt. So gibt der Punkt eine grobe Orientierung, wo das Verhalten einer Person zu Hause ist.
Für Ihre Praxis heißt das: Wer als „Di“ beschrieben wird statt pauschal als „D“, erkennt sich genauer wieder und nimmt das Ergebnis eher an. Alle zwölf Stile mit Beispielen zeigt der Beitrag Mischtypen im DiSG®-Modell.
Kapitel 12 von 15Vertiefung · Original erkennen
Woran erkennen Sie, welches DiSG® Sie bekommen?
Der Begriff ist bekannter als das Verfahren dahinter. Unter demselben Namen werden heute Fragebogen aus drei Generationen angeboten, und der Unterschied zeigt sich erst im Ergebnis. Vier Dinge klären das vor dem Kauf:
- Die Schreibweise. DiSG® mit kleinem i und ® ist die eingetragene Marke, deren Rechte heute bei Wiley liegen. Eine Schreibweise in Großbuchstaben deutet auf ein anderes Verfahren hin.
- Die Art der Fragen. Müssen Sie in jedem Block eine Aussage als am ehesten und eine als am wenigsten zutreffend ankreuzen, haben Sie eine Zwangswahl vor sich — das Verfahren der ersten und zweiten Generation. Bewerten Sie Aussagen auf einer fünfstufigen Skala und bekommen Sie zwischendurch Zusatzfragen, ist es die dritte.
- Das Ergebnis. Ein Graph mit vier Kurven und der Beschreibung eines von fünfzehn Mustern gehört zur zweiten Generation. Ein Punkt im Kreis mit Schattierung und ein Bericht, dessen Seiten aus Ihren eigenen Antworten formuliert sind, gehört zur dritten.
- Der Anbieter. Die Originalprofile gibt es nur über Wiley und die von Wiley autorisierten Häuser. Wir sind Everything DiSG® Authorized Partner und arbeiten mit den Originalprofilen.
Der Unterschied im Ergebnis
Am deutlichsten zeigt sich der Unterschied im Ergebnis. Früher wurde auf Papier gerechnet und am Ende ein Muster gesucht, zu dem eine halbe Seite Text gehört. Heute misst der Bogen auf acht Skalen und fragt dort nach, wo die Antworten nicht eindeutig sind. Daraus entsteht ein Bericht, den es in dieser Form nur einmal gibt: Jede der rund zwanzig Seiten ist aus den eigenen Antworten formuliert. Der Punkt im Kreis, die eigenen Prioritäten, Motivatoren und Stressfaktoren, und für jeden Stil die Strategien, die zu dieser Person passen. Kein Text von der Stange, den Tausende mit demselben Muster erhalten.
Welche Anbieter mit welcher Generation arbeiten, woher die Marke kommt und was der Unterschied im Bericht ausmacht, zeigt der Beitrag Die drei Generationen von DiSG®. Wie sich Everything DiSG® gegenüber persolog®, INSIGHTS MDI® und den übrigen bekannten Verfahren schlägt, stellt der Anbieter-Vergleich gegenüber: sechs verbreitete Verfahren nebeneinander, mit Quellen für jede Einstufung.
Kapitel 13 von 15Vertiefung · Herkunft
Woher kommt das DiSG®-Modell?
Everything DiSG® ist die dritte Generation des DiSG®-Modells, herausgegeben vom Verlag Wiley. Die Theorie dahinter stammt von dem Harvard-Psychologen William Moulton Marston. Er beschrieb 1928 in „Emotions of Normal People“ vier Grundmuster, mit denen Menschen auf ihre Umwelt reagieren. Einen Fragebogen hat Marston nie entwickelt. Das kam später: In den 1970er-Jahren baute der Verhaltensforscher John Geier auf seiner Theorie das Personal Profile System® auf, einen Fragebogen, dessen Linie über Inscape Publishing zu Wiley führte.
Was ist an Everything DiSG® neu?
Seitdem hat sich das Modell deutlich weiterentwickelt. Klassische DiSG®-Verfahren zeigen das Ergebnis als Liniengrafik mit einem Wert je Stil. Everything DiSG® zeigt einen Punkt im Kreis: Die Lage steht für den Stil, der Abstand zur Mitte für seine Ausprägung, eine Schattierung für persönliche Prioritäten. Seit 2012 arbeitet es zudem mit einem adaptiven Fragebogen, der die nächsten Fragen an die bisherigen Antworten anpasst. Wer ihn einmal ausgefüllt hat, bekommt spätere Berichte, etwa den Vergleich mit einer Kollegin, ohne neues Ausfüllen.


Weil Marstons Theorie gemeinfrei ist, gibt es auch Fragebögen anderer Anbieter, die auf dem Modell aufbauen. Daneben begegnet Ihnen der englische Name DiSC® (Dominance, Influence, Steadiness, Conscientiousness); DiSG® ist die deutsche Fassung mit G für gewissenhaft. Wie die Linie von Marston bis Wiley verläuft und worin sich Everything DiSG® von anderen DiSG®-Fragebögen unterscheidet, zeigt der Beitrag Klassisches DiSG® oder Everything DiSG®? Der Unterschied.
Kapitel 14 von 15Vertiefung · Kennwerte
Wie verlässlich sind die Ergebnisse?
Nach den üblichen Maßstäben gut, und Wiley legt die Kennwerte offen. Die wichtigste Zahl ist Cronbachs Alpha, ein Maß dafür, wie verlässlich die Fragen einer Skala dasselbe messen. Ab 0,70 gilt ein Wert als akzeptabel, ab 0,80 als gut. Die acht Skalen von Everything DiSG® liegen zwischen 0,79 und 0,90, mit einem Median von 0,87. Grundlage ist eine Stichprobe von 752 Personen, die Stabilitätsmessung nach zwei Wochen eine von 599.
Wie verlässlich misst Everything DiSG®?
Innere Verlässlichkeit der acht SkalenCronbachs Alpha, Spannweite, Median markiert
0,79 bis 0,90 · Median 0,87
Stabilität nach zwei WochenTest-Retest-Reliabilität, Median
0,86
- persolog® 0,74 bis 0,84
- MBTI® und Insights Discovery® 0,81
- CliftonStrengths® 0,70
- INSIGHTS MDI®: kein veröffentlichter Retest-Wert
ab 0,70 akzeptabel ab 0,80 gut
Alle Kennwerte der sechs Verfahren mit Quellen und Einordnung
Auch über die Zeit bleibt das Ergebnis stabil. Wer den Fragebogen nach zwei Wochen noch einmal ausfüllt, erhält ein sehr ähnliches Ergebnis: Die Test-Retest-Reliabilität liegt zwischen 0,85 und 0,88, mit einem Median von 0,86 (N = 599). Alle Werte stammen aus dem Everything DiSC® Research Report for Adaptive Testing Assessment (Wiley, 2026); DiSC® ist die internationale Schreibweise des Modells.
Eine Grenze gehört dazu. Das Profil beruht auf Selbstauskunft. Es zeigt, wie jemand sein eigenes Verhalten beschreibt, und ersetzt nicht den Blick der Kolleginnen und Kollegen. Deshalb gehört zu jedem Bericht ein Gespräch. Die ganze Studienlage finden Sie auf der Seite Wissenschaft hinter DiSG®.
Das Fundament steht: vier Stile, zwölf Ausprägungen, ein Fragebogen von 10 bis 15 Minuten und Kennwerte, die offen liegen. Ab hier geht es um Ihre Frage: wofür Sie DiSG® einsetzen und was es braucht, damit es im Alltag ankommt.
Kapitel 15 von 15Fazit
Fazit: was Sie aus diesem Überblick mitnehmen
Wer ein Werkzeug für sein Team so genau prüft, hat das Wichtigste schon verstanden: Ein Profil wirkt nur, wenn es zur Aufgabe passt. Eines sagen wir dabei unabhängig vom Anbieter: Verhaltensprofile sind für Zusammenarbeit und Kommunikation eine der besten Methoden, die wir kennen. Sie beschreiben ohne Bewertung, wie jemand arbeitet, entscheidet und auf andere wirkt, und das versteht man in Minuten. Wer sich selbst auf dieser Ebene schneller versteht, versteht auch die Person im Team, die ganz anders vorgeht.
Everything DiSG® setzen wir ein, weil es genau das einfach macht: ein Kreis mit vier Quadranten, den ein Team in wenigen Minuten versteht; ein Bericht, der sich selbst erklärt und Strategien für jeden anderen Stil mitbringt; offen dokumentierte Kennwerte; und dieselbe Sprache für Führung, Vertrieb, Konflikte und Teamentwicklung. Für den Einstieg genügt ein halber Workshop-Tag. Und weil die Profile im Haus bleiben, wird daraus eine Sprache, die verändert, wie Menschen miteinander arbeiten. Welcher Weg für Sie der richtige ist, klären wir in einem Gespräch.
Key Takeaways
- DiSG® beschreibt Verhalten in vier Grundstilen: dominant, initiativ, stetig und gewissenhaft. Kein Stil ist besser als ein anderer.
- Everything DiSG® ist die aktuelle Fassung von Wiley: ein adaptiver Fragebogen von 10 bis 15 Minuten und ein persönlicher Bericht mit Strategien für die Zusammenarbeit.
- Die meisten Menschen liegen zwischen zwei Stilen. Everything DiSG® unterscheidet deshalb zwölf Stile und zeigt die Stärke als Punkt im Kreis.
- DiSG® hilft in Führung, Team, Vertrieb und rund um Personalentscheidungen. Die Eignungsentscheidung selbst trägt es nicht.
Häufige Fragen zu DiSG®
Misst DiSG® die Persönlichkeit?
Nicht im engeren Sinn. DiSG® beschreibt, wie sich jemand bei der Arbeit verhält und was ihm dabei wichtig ist, keine festen Charaktereigenschaften. Für die Praxis ist das ein Vorteil, denn Verhalten lässt sich besprechen und anpassen. Deshalb sprechen wir von disgprofil.eu von einem Verhaltensprofil.
Was ist der Unterschied zwischen DiSG® und DiSC®?
Es ist dasselbe Modell in zwei Sprachen. DiSC® ist die internationale Bezeichnung (Dominance, Influence, Steadiness, Conscientiousness), DiSG® die deutsche mit dominant, initiativ, stetig und gewissenhaft. Everything DiSC® und Everything DiSG® bezeichnen dieselbe Profilfamilie von Wiley, dem Verlag, der sie herausgibt.
Wie lange dauert der Fragebogen, und was passiert danach?
Der Fragebogen dauert 10 bis 15 Minuten und läuft online. Der Bericht steht direkt danach bereit. Seinen vollen Nutzen entfaltet er im Auswertungsgespräch, im Workshop oder im Coaching, wo aus den Beschreibungen konkrete Vereinbarungen für die Zusammenarbeit werden.
Ist Everything DiSG® DSGVO-konform?
Ja. Der Fragebogen läuft auf der Plattform des Herausgebers Wiley. Wiley ist nach dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert, damit stützt sich die Übermittlung in die USA auf den Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission. Die technischen und organisatorischen Maßnahmen und die Sicherheitsrichtlinien von Wiley erhalten Sie von uns.
Kann DiSG® bei Personalentscheidungen helfen?
Ja, an zwei Stellen: vorher, wenn eine Führungskraft klärt, was die neue Stelle im Team abdecken soll, und danach im Onboarding, wenn beide mit einem Vergleichsbericht besprechen, wie sie gut zusammenarbeiten. Als alleinigen Filter für die Auswahl setzen Sie DiSG® nicht ein. Die Eignungsentscheidung trägt PXT Select®, ein eignungsdiagnostisches Verfahren von Wiley.
Wer steht hinter disgprofil.eu?
disgprofil.eu ist Ihr Everything DiSG® Partner im DACH-Raum. Gegründet hat es Karl Kaiblinger, DiSG® Mastertrainer Europe, heute führt es Philipp Kaiblinger. Wir von disgprofil.eu arbeiten seit über 30 Jahren mit dem Modell, in mehr als 350 Unternehmen, und sind achtfacher Träger des Wiley Diamond Award.
Karl Kaiblinger · Autor
Karl Kaiblinger ist DiSG® Mastertrainer Europe und 8-facher Träger des Wiley Diamond Award. Seit über 30 Jahren begleitet er Führungskräfte und Teams in mehr als 350 Unternehmen – von ÖBB bis REWE. Seine Beiträge basieren nicht auf Theorie, sondern auf tausenden Trainingstagen: Was in Seminarräumen wirklich funktioniert, steht hier.
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