Karl Kaiblinger_DiSGHier schreibt DiSG® Mastertrainer Karl Kaiblinger über interessante Aspekte, Anwendungsgebiete und Erfolge des weltweit genutzen Persönlichkeitsprofils DiSG®.

Regelmäßig erreichen uns Anfragen, in denen Personalentwickler DiSG® als Recruiting-Tool einsetzen möchten. Dazu gleich eines vorweg: DiSG® kann und soll nicht bestimmen, wer für welchen Job geeignet ist oder nicht. Das Ziel von DiSG® in der Personalauswahl ist es, Personalentwickler dabei zu unterstützen, Mitarbeiter zu finden, die in das vorhandene Team und zum ausgeschriebenen Job passen. Wird DiSG® in der Personalauswahl eingesetzt, so können Personalentwickler früh erkennen, welcher Verhaltensstil sich hinter den Bewerbern versteckt. Die Kernfrage bei Bewerbungsgesprächen sollte demnach eigentlich lauten: Welcher Verhaltenstyp ist unser Bewerber eigentlich? Wo liegen seine Stärken und was sind seine Herausforderungen?

DiSG® kann dabei an drei Stellen des Auswahlprozesses sinnvoll unterstützen:

  1. Das Anforderungsprofil

Neben einer fundierten Ausbildung der Bewerber haben Softskills einen immer höher werdenden Stellenwert für Personalentwickler. Um dem ausgeschriebenen Job ideal zu entsprechen sind bestimmte Fähigkeiten im Kundenkontakt oder bei der Teamarbeit essentiell. Dazu zählen auch Verhaltenstendenzen, die bestmöglich zu offenen Stelle passen sollten. So sind Kommunikationstalent, Offenheit und Freude am Kundenkontakt beispielsweise sind die Basis für einen Job im Verkauf. Menschen, die lieber mit Organisation zu tun haben und Details abarbeiten möchten, sind hingegen vielleicht besser im Kundenmanagement aufgehoben. Gleicht man die definierten Kriterien der Stellenausschreibung dann mit den DiSG® Profilen der Bewerber ab, ergeben sich wichtige Informationen zu ihren Stärken und Herausforderungen.

Jeder DiSG®-Typ bringt dabei verschiedene Eigenschaften mit, die für die Auswahl entscheidend sind:

Der D-Mitarbeiter: Sie möchten einen Mitarbeiter, der rasch zum Ziel kommt und auf Ergebnisse fokussiert ist? Dann ist ein Mitarbeiter mit dem D-Stil die ideale Besetzung.

Der i-Mitarbeiter: Der neue Mitarbeiter soll offen, flexibel und kommunikativ sein? Dann ist ein Mitarbeiter mit dem i-Stil der Richtige.

Der S-Mitarbeiter: Sie möchten einen loyalen, geduldigen Mitarbeiter, der ein guter Teamplayer ist? Dann ist der Mitarbeiter mit dem S-Stil ideal.

Der G-Mitarbeiter: Viele Details, Statistiken und systematisches Arbeiten stehen beim ausgeschriebenen Job im Vordergrund? Dann wird ein Mitarbeiter mit dem G-Stil für Sie passend sein.

  1. Die Stellenausschreibung

Wenn die Erwartungen an den potentiellen Mitarbeiter definiert wurden, können diese dann nach firmeninternen Prioritäten eingestuft werden. Wichtig ist dabei die Kernfrage: Welcher Verhaltenstyp kommt mit den Anforderungen im neuen Job am besten zurecht? Und: Wer passt am besten in das bestehende Team? Dabei gilt es auch bei der Stellenausschreibung darauf zu achten, im Vornherein die „richtigen“ Menschen anzusprechen. Wenn also beispielsweise ein Verkäufer gesucht wird, der viel Kundenkontakt haben wird, dann sind Faktoren wie Offenheit, Begeisterungsfähigkeit, Kommunikationstalent und Redegewandtheit ideal.

  1. Auswahl des neuen Mitarbeiters

Ist die Vorauswahl aufgrund der Bewerbungsunterlagen getroffen, stehen Personalentwicklern nun eine Reihe an potentiellen Mitarbeitern zur Auswahl. Nun geht es um die finale Auswahl – in unserem Fall um die Auswahl eines neuen Vertriebsmitarbeiters. Folgende Fragen könnten Sie sich im Erstgespräch nun stellen:

  • Zeigt der Bewerber Begeisterung für seine zukünftigen Aufgaben?
  • Wie agiert er im Umgang mit anderen Menschen?
  • Kann er Produkte überzeugend präsentieren und beschreiben?
  • Passen das tatsächliche Verhalten des Bewerbers und seine Selbsteinschätzung zusammen?

DiSG® ist eine hervorragende Ergänzung im Bewerbungsprozess. Eine Investition, die sich auszahlt: DiSG® vermindert die Fluktuation und hilft bei der Auswahl von Mitarbeitern, die die „richtigen“ Softskills für ihren Job mitbringen. Unsere Kunden können sich so ein besseres Bild von ihren Bewerbern machen. Ein Argument, das in den letzten Jahren immer wieder zu interessanten, nachhaltigen Kundenbeziehungen geführt hat.